Brexit – ein Wort, das so häufig verwendet wird, dass es sogar ins Oxford Dictionary (das angesehenste englischsprachige Dictionary) aufgenommen wurde. Es ergibt sich aus der Kombination der Wörter „Britain“ (Großbritannien) und „Exit“ (Austritt), und wird von Oxford als „Der Rückzug des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union“ definiert. Dies erscheint einfach, wenn man es so ausdrückt, aber die Realität ist alles andere als einfach. Was bedeutet der Brexit eigentlich?

Es gibt noch endlose Fragen zu beantworten, bevor jemand sagen kann, was der Brexit für die Menschen tatsächlich bedeutet. Die wichtigste Frage die Studenten in ganz Europa, wie sich der Brexit auf ihre Pläne für ein Auslandsstudium auswirken wird. Wie der Titel dieses Artikels schon sagt, ist die kurze Antwort: Gar nicht.

Bevor diese Antwort vertieft wird, ist es notwendig, einen Kontext zur Diskussion zu haben. Im Jahr 2016, nach 41 Jahren EU-Mitgliedschaft, fand in der britischen Öffentlichkeit ein Referendum über den Verbleib in der EU  statt. Das Land war geteilt: 48% der Befragten stimmten dafür, Mitglied zu bleiben, und 52% stimmten für den Austritt.

Obwohl dieses Referendum vor mehr als zwei Jahren stattfand, bleibt Brexit zweifellos das derzeit umstrittenste Thema der Debatte im Vereinigten Königreich. Die Frage des Austritts Großbritanniens aus der EU wird nicht nur in den Parlamentsgebäuden, sondern im ganzen Land diskutiert: In Büros, Restaurants, Pubs und Clubs.

Welche Auswirkungen wird Brexit auf Europäer haben, die in Großbritannien studieren wollen?

  1. Erstens: Das Visum. Derzeit benötigen EU-Bürger kein Visum, um Großbritannien zu besuchen, aber Menschen aus anderen Ländern auf der ganzen Welt schon. Dies ist eine von vielen Fragen, die noch zu beantworten sind. Wenn jedoch beschlossen wird, dass EU-Bürger auch ein Visum für die Einreise in das Vereinigte Königreich benötigen, dann ist das immer noch kein Hindernis für ein Studium im Vereinigten Königreich. Studentenvisa können entweder über eine Universität (wenn man eine Universität besucht) oder einfach über die Sprachschule erhalten werden. Die Dauer dieser Studentenvisa liegt in der Regel zwischen 6 und 11 Monaten und kann oft problemlos verlängert werden.

     

  2. Ein weiterer wichtiger Faktor bei der Entscheidung, ob man zum Studium nach Großbritannien kommt, ist, wie teuer es ist. Obwohl Großbritannien im Vergleich zu einigen europäischen Ländern bereits relativ teuer ist, sollte sich dies aufgrund von Brexit nicht erhöhen. Man muss seine Landeswährung immer noch in britische Pfund umtauschen, und tatsächlich könnte das Pfund sogar nach dem Austritt aus der EU nachlassen. Dadurch würde es für Ausländer billiger werden!
     

  3. Zu guter Letzt, vielleicht eine der wichtigsten Überlegungen für ausländische Studierende im Vereinigten Königreich nach dem Brexit: Werden sie weiterhin willkommen sein? Die Antwort darauf ist ein kategorisches Ja. Der Brexit war keine Umfrage zur Verringerung der Zahl der Besucher in Großbritannien. Es war auch kein Referendum darüber, ob es weniger Einwanderer geben sollte. Es gab viele soziale, politische und wirtschaftliche Faktoren, die zur gemeinsamen Entscheidung beitrugen. In einer kürzlich von Universities UK durchgeführten Umfrage äußerten 75% der Befragten den Wunsch, dass die Zahl der internationalen Studierenden im Vereinigten Königreich gleich bleibt oder sogar steigt.


Du musst Dir also keine Sorgen machen übers Visum, die Preise und ob Du in UK weiterhin willkommen bist. Deshalb gibt es fast keinen besseren Zeitpunkt, um in Großbritannien zu studieren! Worauf wartest du noch?